Die ersten 100 Tage im Betriebsrat Netzservice

Wir sind jetzt seit einem knappen halben Jahr als Betriebsräte gewählt. Im Gremium besitzen wir 3 von 15 Stimmen und merken das unsere Ideen nicht immer auf Gegenliebe stoßen.

Der Schwerpunkt unserer Tätigkeit lag in den ersten Monaten in den jeweiligen „örtlichen“ Bereichen, also in DREI Bereichen. Ein  Bereich des Metering, vertreten von Michael Brähmig, ein Bereich der Mittelspannung , vertreten von Arne Pfau und ein Bereich der Hochspannung, vertreten durch Bernd Scholz. Insofern ist es schade, das wir, als Neue Kraft im Betriebsrat nicht in allen Betreuungsbereichen gleichmäßig aktiv  werden können.

Die Basis soll auch weiterhin der Schwerpunkt bleiben. In den Sitzungen des BR Gremiums haben wir alle Anträge unterstützt die der Sicherung unserer Arbeitsplätze und die Wahrung der berechtigten Interessen der Mitarbeiter betrifft.

Die Zusammenarbeit mit dem BR des DSO steht für uns besonders im Fokus. Auf Initiative der BR Vorsitzenden des DSO und der Neuen Kraft gibt es jetzt regelmäßige Gespräche zwischen beiden BR Vorsitzenden, das war in der Vergangenheit leider nicht immer selbstverständlich. Für eine mögliche Zukunft in einer“ dicken“ Netzgesellschaft ist eine Kooperation aller Betriebsräte wichtig.

Wir haben gemerkt das unsere Akzeptanz in der Belegschaft ständig wächst.

Kollegen aus anderen Betreuungsbereichen wenden sich oft mit Ihren Problemen an die Betriebsräte der Neuen Kraft, dieses Vertrauen wollen wir auch in Zukunft rechtfertigen.

Ein Bericht von Arne.

Ausbildungstarifvertrag

Wie konnte ein Tarifvertrag abgeschlossen werden, dem nicht von unserer Gewerkschaft ver.di zugestimmt wurde?

Ehrlich gesagt, dass wissen wir auch nicht. Aber ganz so einfach und klar scheint es nicht zu sein, denn bisher haben wir von dem Ergebnis der rechtlichen Prüfung nichts gehört.

Es scheint evtl. doch zu gehen, dass nur zwei Gewerkschaften dem Ausbildungstarifvertrag zustimmen?

Und gab es da nicht im Vorfeld eine Arbeitsgruppe, die auf der Konzernbetriebsratsebene die Möglichkeiten für die Tarifverhandlungen klären sollte? Was sagt Sie zu den Verhandlungen?

Im Gespräch mit Vertretern von IGBCE hört man, dass Sie die Aufregung aus Berlin nicht verstehen, da doch Berliner Kollegen in dieser Arbeitsgruppe mitgearbeitet haben und das Ergebnis nun dem Tarifabschluss in Berlin entsprecht.

Da stellt sich nun die Frage, was hat die Arbeitsgruppe damals gemacht?

Jetzt haben wir eine Situation in Berlin, die uns eine Reduzierung von Auszubildenden beschert und das kann uns nicht freuen.

Welche Bedeutung dieser Vorgang für die kommenden Vergütungsverhandlungen haben wird ist unklar. Jedenfalls ein weiter so, kann es wohl nicht geben.

Bereits vor ca. 2 Jahren hatten wir schon mal den Vorschlag gemacht über die Tarifgemeinschaft nach zu denken. Leider waren die Mitglieder damals für diesen Vorschlag nicht zu begeistern. Dann vor ca. einem Jahr wurde die Gemeinschaft auf „ruhend“ gelegt, aber eine klare Entscheidung ist damit dann auch irgendwie ausgeblieben.

Ein Bericht von Andreas.
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